Vor kurzem hat AMD die etwas seltsame Entscheidung getroffen, die Ryzen 4000-Serie ihrer Prozessoren zu erweitern. Sie basieren auf der etwas älteren Zen 2-Architektur und im Gegensatz zu ihren Vorgängern, den Ryzen 3000, verfügen sie über die Renoir APU für die integrierten Grafikkarten, jedoch mit einigen Modifikationen.

Der leistungsstärkste Prozessor aus der Budget-Serie, den AMD uns präsentiert, ist der Ryzen 5 4600G. Er verfügt über 6 Kerne und 12 Threads, erreicht eine Basisfrequenz von 3.7Ghz und einen Boost von 4.2Ghz. Wie Sie sich vielleicht denken können, zeigt das Vorhandensein des Buchstabens G im Namen, dass der Prozessor auch über eine integrierte Grafikkarte verfügt, die für alltägliche Aktivitäten genutzt werden kann - Filme schauen, soziale Netzwerke, Arbeiten, sogar leichtes Gaming - zum Beispiel Esport-Spiele. Der Nachfolger des beliebten Ryzen 5 3400G, der 4600G, verfügt über 11MB Cache und hat ein TDP von 65W.
Im "box"-Format kommt er auch mit einem Wraith Stealth-Kühler, dank dem Sie einen Teil Ihres Budgets für Ihre neue Konfiguration auf andere Komponenten umverteilen können.
Obwohl der Ryzen 5 4600G über integrierte Grafik verfügt, könnte er problemlos mit einer separaten Grafikkarte für deutlich ernsthafteres Gaming kombiniert werden.
Der nächste in der Reihe ist Ryzen 5 4500. Er verfügt ebenfalls über 6 Kerne und 12 Threads, aber hier sind die Frequenzen etwas niedriger. Anders gesagt - 100Mhz weniger, nämlich 3.6Ghz Basisfrequenz und 4.1Ghz Boost. Bei Cache und TDP gibt es jedoch keine Änderung - 11MB und 65W. Wie Sie sehen, sind die beiden Prozessoren ziemlich ähnlich, aber der Hauptunterschied ist, dass hier der Buchstabe G fehlt. Das sagt uns, dass er keine integrierte Grafik hat und unbedingt mit einer separaten Grafikkarte kombiniert werden muss. Der Ryzen 5 4500 kann sowohl im "box" als auch im "MPK"-Format erworben werden, wobei er in beiden Fällen mit dem bereits erwähnten Wraith Stealth-Kühler geliefert wird.
Schließlich präsentiert AMD auch sein budgetfreundlichstes Modell - Ryzen 3 4100. Im Gegensatz zu seinen größeren Geschwistern verfügt er über 4 Kerne und 8 Threads. Die Frequenzen sind ebenfalls etwas niedriger - 3.8Ghz Basis und 4.0Ghz Boost. Ähnlich wie der Ryzen 5 4500 hat er auch keine integrierte Grafik, was, wie Sie sich denken können, automatisch bedeutet, dass Sie eine separate Grafikkarte in Ihrer Konfiguration haben müssen. Der Cache beträgt diesmal 6MB und das TDP liegt wieder bei nur 65W. Es ist kaum überraschend, dass wir auch hier "box" und "mpk"-Varianten mit dem bereits bekannten Wraith Stealth-Kühler haben.

Etwas Wichtiges, das wir erwähnen sollten, ist, dass sowohl die Ryzen 4000- als auch die 5000-Prozessoren jetzt sogar auf den ersten Mainboards mit der 300er-Chipsatz-Serie (A320, B350, X370) unterstützt werden, und natürlich auch auf neueren und aktuellen. Dies macht sie zu attraktiven Optionen für Menschen mit älteren Ryzen-basierten Konfigurationen, die nach einem relativ günstigen Upgrade suchen, sowie für diejenigen mit einem begrenzten Budget, die einen neuen Computer zusammenstellen möchten. Bitte beachten Sie auch, dass die Ryzen 4000-Serie sowie der Ryzen 5 5500 nur PCIe bis Version 3.0 unterstützen. Wenn Sie Unterstützung für 4.0 benötigen, ist es ratsam, sich für einen der höheren Klassen von Prozessoren und Mainboards zu entscheiden, wie zum Beispiel die B550- oder X570-Chipsätze.
Für wen sind diese Prozessoren noch gedacht? Die Hauptzielgruppe von AMD sind Menschen, die keine hohen Ansprüche haben oder nicht die leistungsstärksten und teuersten Prozessoren besitzen müssen. Sie sind ausreichend geeignet für die tägliche Arbeit oder Gaming und können problemlos mit einer Grafikkarte der unteren Klasse kombiniert werden. In Kombination mit fast jedem Mainboard, das in den letzten Jahren auf den Markt gekommen ist (und Ryzen-Prozessoren entsprechend unterstützt), und natürlich den empfohlenen 16GB RAM, die immer noch für fast alles ausreichen, was Ihnen einfällt, können Sie eine ziemlich anständige und günstige Konfiguration zusammenstellen.
Neben der Ryzen 4000-Serie hat AMD auch 4 weitere Prozessoren der 5000-Serie auf den Markt gebracht. Mehr darüber können Sie in diesem Artikel lesen: https://pcbuild.bg/blog/222-novi-popalneniya-v-ryzen-5000-seriyata-procesori-na-amd